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Joost De Wulf

Aikido  ·  Iaijutsu  ·  Selbstbeobachtung  ·  Brügge

Ich wohne in Brügge. Ich bin Aikido-Lehrer und praktiziere seit über vierzig Jahren Kampfkünste. Aber das ist nicht der Anfang dieser Geschichte.

Krishnamurti mit siebzehn

Mit siebzehn praktizierte ich Yoga und las zum ersten Mal J. Krishnamurti. Ich weiß nicht mehr genau, welches Buch es war, aber ich weiß noch, was es bewirkte: Es warf eine Frage auf. Keine Frage, die es zu beantworten galt, sondern eine Frage, mit der man leben musste. Was ist es, das einen Menschen wirklich verändert? Was ist direktes Sehen?

Im selben Jahr begann ich mit Aikido. Damals sah ich den Zusammenhang noch nicht. Aber rückblickend begannen beide zur gleichen Zeit und wiesen beide in dieselbe Richtung.

Vierzig Jahre auf der Matte

Ich trainiere seit 1983 Aikido. 1992 wählte ich Tomita Seiji Shihan als meinen Hauptlehrer — eine Entscheidung, die alles bestimmt hat. 1993 half ich bei der Gründung von Ban Sen Juku Gent. Ich hatte mein eigenes Dojo in Sint-Amandsberg und in Lembeke. Ich unterrichte immer noch, in Brüssel und in Lembeke.

1997 reiste ich nach Japan. Dort traf ich den Iaijutsu-Meister Yamakoshi Masaki — und begann neben dem Aikido einen zweiten Weg: Musō Jikiden Eishin-ryū, die Yamauchi-Linie. Das Schwert als Spiegel. Dieselbe Essenz, eine andere Form.

Ich praktiziere auch Taijiquan und habe jahrelang Zazen praktiziert. Jede dieser Disziplinen zeigte mir einen anderen Aspekt.

Für alle, die mehr über diesen Weg erfahren möchten: Die ganze Geschichte findet sich unter dojo.be/story.

Mukesh Gupta und Selbstbefragung

Aus meinem Interesse für das Werk von Krishnamurti heraus begann ich vor zwölf Jahren, an Retreats unter der Leitung von Mukesh Gupta teilzunehmen, der der School for Self-Inquiry angehört — einer Arbeit, die auf dem Werk von Krishnamurti basiert. Was ich dort gelernt habe — oder besser gesagt: was in dieser Stille klar wurde — lässt sich schwer zusammenfassen. Es ist keine Technik. Es ist keine Lehre. Es ist vielmehr eine Einladung, direkt darauf zu schauen, was im Geist geschieht, ohne zu versuchen, etwas zu verändern.

Selbstbefragung ist nicht etwas, das man tut. Es ist das, was übrig bleibt, wenn man aufhört, etwas zu werden.

Diese Arbeit hat alles tiefgreifend verändert. Sie ist der Hintergrund für alles, was ich tue: die Art, wie ich unterrichte, die Art, wie ich gehe, die Art, wie ich zuhöre.

Warum wandern

Die meditativen Spaziergänge sind entstanden, weil ich selbst bemerkte, was geschieht, wenn man langsam durch den Wald wandert, ohne irgendwohin gehen zu müssen. Der Geist kommt zur Ruhe — nicht, weil man es versucht, sondern weil etwas anderes mehr Raum einnimmt. Das Wahrnehmen des Körpers, des Bodens, des Lichts.

Ich wandere regelmäßig in Ryckevelde bei Sijsele, am Rande von Brügge. Es ist ein Wald, den ich gut kenne. Dort lade ich Menschen ein, mit mir zu wandern — nicht, um etwas zu lernen, sondern eher, um etwas abzulegen.

Im Jahr 2026 gründete ich zusammen mit meiner Partnerin Kim den gemeinnützigen Verein Meditative VZW — eine etwas strukturiertere Form dessen, was wir bereits informell taten: Menschen rund um Stille, Bewegung und Achtsamkeit zusammenbringen. Ein Angebot, gemeinsam spazieren zu gehen, Aikido oder Iaido zu praktizieren. Auf meditative Weise im Leben zu stehen.


→ Über bewusstes Gehen
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→ Die ganze Geschichte auf dojo.be
→ School for Self-Inquiry (Mukesh Gupta)
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